Freitag, Oktober 02, 2015

Truthahn, Mord und Christmas Pudding von Marlies Ferber

Ein Ex-Agent muss seinen wohl schwersten 

Fall lösen ...

 

James Gerald, ist siebzig Jahre alt, er ist ein ehemaliger Spitzenagent des englischen Secret Intelligent Service (SIS). Aber seine eigentlich wohlverdiente Pension kann er nicht genießen, zu viele Störfaktoren hindern ihn daran. Zum Glück kann er immer noch messerscharf kombinieren und hegt zudem eine gehörige Portion Misstrauen gegen ihm Unbekannte. Seine drei Jahre jüngere Freundin Sheila Humphrey, die übrigens ebenfalls beim SIS tätig war, jedoch nicht als aktive Agentin, bringt seine Ruhe gehörig durcheinander. Sheila kümmert sich nicht nur rührend um den kleinen dreijährigen Jamie, einen Satansbraten – wie James findet, Großsohn einer verflossenen Liebe ihrer Mutter, sie hat sich außerdem einen kleinen Hund, Higgins, zugelegt und als ob dies nicht schon genug wäre, taucht urplötzlich wie aus dem Nichts ein Jugendfreund von ihr auf, dem James (zurecht?) misstraut. Als dann Sheilas beste Freundin Rosalind auf brutale Weise ermordet wird, muss James ermitteln, vielleicht in seinem schwersten Fall, denn er ist in großer Sorge um Sheilas Sicherheit.



Ich bin wunderbar in die Geschichte hinein gekommen und fühle mich bereits wie in die Vorweihnachtszeit versetzt. Ein Buch mit dem man schöne und spannende Lesestunden auf dem Sofa bei einer guten Tasse Tee verbringen kann. Die Autorin Marlies Ferber hat herrliche und in sich stimmige Charaktere erschaffen, z.B. Sheila, eine agile, temperamentvolle und willensstarke Person wird von der Autorin regelrecht zum Leben erweckt, doch auch die Nebencharaktere sind ihr ebenfalls bestens geglückt. Marlies Ferber schafft es jede Situation bis in die liebevoll gestalteten Details zu schildern,so dass ich die Szenen wie einen Film vor meinem geistigen Auge ablaufen sehe. Es gelingt der Autorin uns Leser lange im Unklaren zu lassen, wer hinter den schrecklichen Vorkommnissen steckt und warum sie geschehen, eine Eigenschaft, die ich an guten Krimis besonders schätze.

Obwohl dies der erste Band ist, den ich aus Marlies Ferbers Reihe um den Ex-Agenten James Gerald gelesen habe, so ist es mir dennoch mehr als leicht gefallen, die Charaktere kennen und lieben zu lernen; der neu vorliegende Band eignet sich hervorragend um ihn absolut unabhängig und gut als Solo-Band zu lesen. Trotzdem landen die ersten drei Bücher der Reihe nun auf meiner Wunschliste. Ich vergebe dem Buch seine mehr als verdienten fünf von fünf möglichen Sternen und möchte es sehr gerne weiter empfehlen, gerade anglophil angehauchte Leser werden es lieben und es passt außerdem hervorragend in die anstehende Vorweihnachtszeit und kann jedem Krimiliebhaber den grauen November versüßen.

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