Mittwoch, März 28, 2018

Psychopathinnen: die Psychologie des weiblichen Bösen von Lydia Benecke

Der weibliche Hannibal Lecter


Frauen sind wehrlos, sie leiden, sie dulden, sie verzeihen. Doch wenn die Psychopathie in ihrer Seele sich Bahn bricht, töten sie ebenso grausam und skrupellos wie Männer. Lydia Benecke analysiert neueste Forschungsergebnisse zum Thema weibliche Psychopathie und zeigt an aktuellen und historischen Fällen, wie sich Psychopathinnen die Rollenklischees von Frauen zunutze machen. Denn Frauen planen ihre Verbrechen nicht nur eiskalt, sie bleiben auch länger unentdeckt. Besonders gruselig: Die Taten von Psychopathinnen richten sich besonders häufig gegen die eigene Familie ... (Original-Klappentext)

In ihrem neuesten Buch widmet sich die Kriminalspychologin und Autorin Lydia Benecke dem Phänomen der weiblichen Mordlust. Gleich zu Beginn klärt sie uns Leser jedoch darüber auf, dass ein Psychopath nicht zwingend an dieser Lust leiden muss. Wann werden Frauen zu Mörderinnen und unterscheiden sie sich von den männlichen und falls ja, dann in welcher Art und Weise. An echten Kriminalfällen spürt sie die Vorgehensweisen der Mörderinnen nach und sucht vor allem auch nach deren Gründen für ihre Taten. Lydia Benecke tut dies in angenehmer und verständlicher Sprache. Ihr Schreibstil fesselt mich und macht das Lesen spannend und unterhaltsam.

Sehr gerne vergebe ich hier fünf von fünf möglichen Sternen und empfehle das Buch natürlich weiter. Dieses Buch teile ich der Populärwissenschaft zu, es bietet zum einen dem interessierten Laien Einblicke in die Kriminalpsychologie und in die Vorgehensweisen von Täterinnen und zum anderen können sich Fachleute ebenfalls auf den neuesten Stand in der Forschung bringen. Durch die echten Fälle wird die Spannung stark gesteigert und ich hatte Gänsehaut beim Lesen. Ein Buch, das mich exzellent unterhalten hat.

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